Zeitgleich mit der Eröffnung der Kunstbrücke werden drei Kunst-am-Bau-Projekte präsentiert: eines an der Fassade und zwei im Innenraum. Julia Bornefeld realisiert eine Lichtinstallation an der RAIQA Fassade, während Anna-Maria Bogner und Christoph Hinterhuber jeweils einen Innenraum gestalten.
Kunst im RAIQA
Mit Wave of Reflection (5 × 5 Meter) realisierte Julia Bornefeld ein Lichtprojekt an der RAIQA Fassade, das einen atmosphärischen Dialog zwischen Architektur und Stadtraum eröffnet. Die Installation, bestehend aus rund 2.000 vertikal angeordneten Aluminiumrohren, wird über ein LED-RGB-System mit dynamischen Farb- und Lichtverläufen programmiert und belebt. In ihrer Anmutung erinnert sie an Stalaktiten, gespiegelte Berglandschaften und fließende Wellenbewegungen.
Die beiden ehemaligen Hauptpreisträger:innen des RLB Kunstpreises, Anna-Maria Bogner und Christoph Hinterhuber, gestalten jeweils die Wand- und Glasflächen eines Beratungsraums und schaffen so ein eigenständiges Ambiente, das sich klar von den übrigen Bankräumen absetzt.
Für das Beratungszimmer entwickelt Bogner mit untitled ein breites schwarzes Band, dessen Höhe genau der Hälfte der gesamten Raumhöhe entspricht. In gedrehter Form zieht es sich über alle Seiten des Raumes. Der zentralperspektivische Fluchtpunkt liegt in der Mitte des Raumes, dort, wo der Besprechungstisch steht. Dieser wird so zum Zentrum der Kommunikation: Gespräche werden buchstäblich „in den Raum gestellt“ und zugleich von der klaren, reduzierten Formensprache getragen.
In seiner Arbeit WOW interveniert Christoph Hinterhuber mit Schrift und einer Wandmalerei aus modulierten, ultramarinblauen Balkenstrukturen, die den Raum visuell in Schwingung versetzen. Der Titel verweist auf einen Moment des Staunens – bekannt auch aus der Bildsprache der Comics, wo WOW unerwartete Ereignisse markiert und Gewohntes plötzlich als besonders erscheinen lässt.