Rosmarie Lukasser
Rosemarie Lukasser versteht sich selbst als Bildhauerin und arbeitet mit figurativen Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien und Lichtdiagrammen. Eines ihrer zentralen Themen ist die digitale Vernetzung und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Mittels lebensgroßer Figuren aus Draht und Gips persifliert die Künstlerin die den digitalen Werkzeugen unterworfene Körperhaltung von Personen, thematisiert aber auch die Auswirkungen des ständigen „Im-Netz-Seins“ auf die zwischenmenschliche Kommunikation. Wie kontemplative Bilddokumente der Entschleunigung wirken die mit einer einfachen Lochkamera (Camera obscura) realisierten Arbeiten, die auf Reisen nach Ungarn oder Italien entstehen. Die neue mediale Realität schleicht sich auch hier ein, wenn Lukasser als Ort der Aufnahme den Platz mit dem besten Netzzugang wählt und die Verweildauer im Internet die Belichtungszeit bestimmt.