Oswald Oberhuber
Oswald Oberhuber zählt zu den wichtigsten Protagonisten der österreichischen Kunstzene nach 1945. Er propagiert einen dynamischen Kunstbegriff und damit die Freiheit von Form und Stil. Als kaum 20-Jähriger überträgt Oberhuber die Prinzipien der informellen Malerei auf die Skulptur und fertigt „Gerümpelplastiken“ an, um sich Mitte der 1950er Jahre der figürlichen Malerei zuzuwenden und in einem Manifest die „permanente Veränderung“ zu postulieren. Linie und Kontur prägen seine wiederkehrende Beschäftigung mit der Figur, zu seinem vielseitigen Werk gehören auch Collagen, Objekte, Möbel, Kostümentwürfe und politische Plakate. Als Mitbegründer der Galerie im Taxispalais in Innsbruck, Leiter der Wiener Galerie nächst St. Stephan und langjähriger Rektor der Universität für angewandete Kunst in Wien ist Oberhuber zeitlebens auch als Kunstvermittler aktiv.