Maria Walcher

Brixen/IT 1984 – lebt in Innsbruck

Maria Walcher arbeitet mit unterschiedlichen Medien und Materialien und greift in ihren Arbeiten aktuelle gesellschaftspolitische Themen auf. Partizipative Prozesse spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Auseinandersetzung mit scheinbar alltäglichen Dingen. In „Transhumanz“ kreuzen sich jahrhundertealte Routen, auf denen Schafhirten Grenzen überquerten, mit den Fluchtrouten von Migrant:innen auf dem Weg nach Europa. Mit der traditionellen Methode des Blaudrucks werden diese Routen auf das Baumwollfutter von Wolldecken gedruckt und mit handgefertigten Stickereien kombiniert. Einem Wegwerfprodukt wie dem Tempo-Taschentuch schreibt Walcher mittels Hohlsaum-Stickerei Fragen nach dem Wert von Zeit und Textilhandwerk ein, das vielfach von Frauen ausgeführt wird.

Werke
Transhumans, 2018Wolldecke, Baumwollfutter mit Blaudruck, Stickerei, 130 × 145 cm
TEMPO, 20202 Stofftaschtücher mit Holsaum und Stickerei, 30 × 40 cm
In den 1920er Jahren erfand der jüdische Papierfabrikant Oskar Rosenfelder das Einweg-Papiertaschentuch aus Zellstoff und damit ein Massenprodukt der modernen Wegwerfgesellschaft. Der Markenname „Tempo“ entsprach dem am Fortschrittsversprechen orientierten Zeitgeist. In der NS-Zeit wurde Rosenfelders Unternehmen arisiert.
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