Hans Weigand
Bereits in den frühen 1970er Jahren – noch bevor er bei Oswald Oberhuber an der Universität für angewandte Kunst in Wien studiert – wird Hans Weigand stark von Pop-Art, Science-Fiction sowie Psychedelic Pop und Rock beeinflusst. Malerei, Fotografie, digitale und druckgrafische Techniken verschmelzen besonders in früheren Arbeiten zu bildgewaltigen Verwirrspielen und gehen Hand in Hand mit gesellschaftspolitischen Motiven. Weigand, der von Mitte bis Ende der 1990er Jahre in Los Angeles lebt, erhält durch befreundete Künstler Einblicke in die Surf-Punk-Kultur und blickt hinter die Fassade des lockeren Lebensstils der amerikanischen Westküste. Trügerische Motive wie der Wellenreiter begleiten ihn seither fortwährend. Er stürzt ebenso wie die Welle ins Ungewisse, ist ein Sinnbild für Freiheit und Risikobereitschaft, aber auch für das mögliche Scheitern. In Weigands Arbeiten begegnen sich nicht nur zeitgenössische Bildwelten und die Kunst alter Meister, auch klassische Techniken wie der Holzschnitt werden von ihm auf ungewöhnliche Weise neu interpretiert.